Sie ist wahrscheinlich die berühmteste Künstlerin der Welt und hat zurzeit eine große Ausstellung im Kölner Museum Ludwig – es wird also Zeit für eine E&U-Classic-Sonderfolge über Yayoi Kusama!
Benjamin und Markus zeichnen ihre Biografie nach – von den Anfängen in Japan über ihre Zeit in New York, zwischen Minimal Art und Hippie-Happenings bis zur Wiederentdeckung in den 1990ern und ihrer Popkulturellen Apotheose der letzten Jahre – immer begleitet von den allgegenwärtigen Polka Dots, Infinity Nets, Kürbissen, Stoffpenissen, Infinity Rooms und dem Streben nach Obliteration.
Inspiriert von Hitchcock, Lynch und Spielberg (und wiederum inspirierend für viele aktuelle Horrorfilme) macht Gregory Crewdson aufwendige Fotos, die wie rätselhafte Filmstills aussehen. Benjamin und Markus haben seine Ausstellung im Bonner Kunstmuseum besucht und diskutieren im ersten Teil der Folge über Crewdsons Kunst und die US-amerikanische Klein- und Vorstadt als andauernder Quell surrealer Abgründigkeit.
Im zweiten Teil liefert Markus seinen Nachklapp zu Themen aus 10 Jahren E&U-Gespräch, u.a. mit dabei Helen Keller, Banksy, Beuys, Thor Heyerdahl, Kate Bush, Simon und Sebastian von Trek am Dienstag und drei neue Staubbücher.
In Markus‘ Paläo-Ecke geht es um den Lonely T-Rex, der erscheint, wenn der Google Chrome-Browser kein Internet hat.
Außerdem müssen wir einen Nachruf machen auf die vor kurzem verstorbene, von uns sehr geschätzte Künstlerin Henrike Naumann.
Um aber auf einer positiveren Note zu enden geht es dann noch mal um Karneval und Heated Rivalry.
(0:00) Intro und Begrüßung
(1:37) Thema 1: Gregory Crewdson
(3:56) Inszenierte und Dokumentarische Fotografie
(7:31) Biografischer Einstige und Crewdsons Frühwerk, Surrealismus und der lynchianische Horror in der Klein- und Vorstadt
(29:09) King und Spielberg: die Werkreihen Twilight und Beneath The Roses
(45:44) Exkurs zu Edward Hopper
(47:51) die Werkreihen Cathedral of the Pines und An Eclipse Of Moths: Verfall und Desorientierung im postidustriellen Hinterland
(54:52) Exkurs zu Jeff Wall
(59:19) Exkurs zu Joel Sternfeld
(1:01:24) Eveningside und Abschluss von Thema 1
(1:03:33) 10 Jahre E&U-Gespräch: Markus‘ länglicher Nachklapp
Das Heated Rivalry-Fieber hat auch das E&U-Gespräch erfasst: Angela, Nils und Markus machen sich auf den Weg zu the Cottage und sprechen über die kanadische steamy MM Sports-Romance-Serie um die beiden Eishockeyspieler Ilya Rozanov und Shane Hollander. Sie diskutieren, wie aus der literarischen Vorlage, die unter Fans schon sehr populär war, aber vom Mainstream kaum wahrgenommen wurde, nun zu einem weltweiten Hype wurde, der, so heißt es, vor allem von Frauen geliebt wird.
Zuvor aber sprechen Nils und Markus im ersten Teil über eine andere populäre Serie des letzten Jahres, in der es auch um Begehren zwischen Männern in traditionell homophoben Kontexten geht, nämlich Boots.
Mit seinem Gast Marcus vom Boldlypod spricht Markus über die beiden vielleicht besten Science-Fiction-Serien der letzten Jahre: Scavengers Reign von 2023, über den Kontakt mit einem komplexen Ökosystem auf einem fremden Planeten, und Pluribus von 2025, in der fast die gesamte Menschheit in ein glücklichmachendes außerirdisches Schwarmbewusstsein assimiliert wird.
Heute lassen wir die U wie unterhaltende Kultur zu Hause und konzentrieren uns auf das E wie ernste Kultur, insbesondere auf ernste Literatur, und zwar geht es um Schullektüren, also Bücher, die man in der Schule liest, insbesondere in der gymnasialen Oberstufe und bei denen es sich oft genug um die berühmt-berüchtigten „Klassiker“ handelt.
Mit seiner phantastischen Gästin Janna (@jannakrone.bsky.social), ihres Zeichens Deutsch- und Englischlehrerin und Podcasterin, spricht Markus über eigene Leseerlebnisse, verbreitete Vorwürfe und überraschende Einsichten von, über und durch die „Zwangslektüren“ von Goethe bis Dürrenmatt, von Lessing bis Juli Zeh.
Außerdem kommen Benjamin und Nils zu Wort und die lieben Kolleg*innen Britt-Marie, Sebastian, Wilhelm, Christiane und Angela klären in kleinen Einspielern Markus über diejenigen Klassiker auf, die er in der schule nicht gelesen hat.
Zum Jahresende blickt Benjamin auf die letzten 10 Jahre E&U-Gespräch zurück und gibt zu einigen Themen ein Update.
Im zweiten Teil spricht Markus über Roger Zelaznys Sci-Fi-Roman „Lord of Light“ und dessen gescheiterte Verfilmung, die wiederum in der im Film „Argo“ dargestellten CIA-Operation im Iran eine zentrale Rolle spielte.
Im Nachklapp geht es um den neuesten Avatar-Film, „Avatar: Fire and Ash“.
(0:00) Disclaimer, Intro und Begrüßung
(2:00) Benjamins 10-Jahre-Nachklapp
(3:49) Gerhard Richter (Folge 11)
(7:45) Paddington 2 (Folge 133)
(12:19) Maurizio Catellan (Folge 68)
(15:27) Stranger Things (Folge 43)
(21:48) NFTs (Folge 89)
(26:43) Jonathan Meese (Folge 26)
(28:21) die Beatles (Folge 53)
(32:38) der ESC (Folge 91)
(36:02) Boots und Heartstopper (Folge 117)
(43:41) Walter Moers (Folge 10)
(48:06) Thema 2: Lord of Light / Argo
(49:20) Roger Zelazny
(56:53) Zelaznys Roman Lord of Light
(1:02:51) Barry Ira Gellers Projekt: Themepark und Verfilmung
(1:14:58) John Chambers
(1:16:08) Tony Mendez, die Canadian Caper und der Film „Argo“
Eine E&U-Folge classic plus extended, denn Nils war zu Besuch und hat Benjamin und Markus ein eigenes Thema mitgebracht!
CN für den ersten Teil: sexualisierte Gewalt, Sucht, Suizid
Zunächst aber geht es um den britischen Maler Francis Bacon, dessen Kunst ein Stück weit außerhalb der von Benjamin vorgestellten -Ismen der modernen Kunst liegt. Markus spricht über dessen Leben als „tortured artist“, Alkoholiker, Gambler, schwulen Masochisten und Größe der Soho-Bohème der 1960er und 70er, außerdem geht es um die Inspiration, die seine oft verstörenden, düsteren Bilder für den Horrorfilm darstellten.
Im zweiten Teil spricht Benjamin über die Tanz-Videoinstallation „Phase Shifting Index“ von Jeremy Shaw, die im Hamburger Bahnhof in Berlin zu sehen ist, und von der auch Nils und Markus vollkommen begeistert waren.
Im dritten Teil stellt Nils die US-amerikanische Komponistin, Sängerin, Tänzerin, Choreographin, Filmemacherin und Performance-Künstlerin Meredith Monk vor, die u.a. mit ihren Extended Vocal Techniques die E-Musik maßgeblich bereicherte und prägend für Musiker*innen wie z.B. Björk war.
#GayPornHistoryMonth beim E&U-Gespräch! Nils und Markus sprechen über zwei Filme, die die helleren und die sehr dunklen Seiten des Schwulenporno-Business in den USA zeigen:
In Teil eins geht es um die Doku „Circus of Books“ von 2019 über den gleichnamigen Laden in West Hollywood, der insbesondere in den 1970ern, 80ern und 90ern nicht nur Porno- und Sexshop, sondern auch ein wichtiger Bezugspunkt der LGBTIQ*-Community in Los Angeles war. Geführt wurde Circus of Books von einem konservativen, heterosexuellen Paar, Karen und Barry Mason, die jahrzehntelang darum bemüht waren, Berufs- und Familienleben streng voneinander zu trennen.
Im zweiten Teil geht es um „King Cobra“ (2016), der auf der wahren Geschichte des jungen Pornodarstellers Brent Corrigan beruht und den Mord an dem Pornoproduzenten Brian Kocis durch einen Konkurrenten thematisiert.
0:00 Intro und Vorstellung
2:35 Circus Of Books
37:21 King Cobra
1:24:50 Einschub: Der Fall William Arnold Newton
1:26:43 ein absonderlicher Fall aus Deutschland und James Franco
1:35:65 Schluss
1:32:37 Hörer*innenpost von Barbara: Nachtrag zur letzten Folge
Im ersten Teil dieser E&U-Classic-Folge geht es um die Konjunktur der Cuteness in Popkultur und bildender Kunst.
Im zweiten Teil setzt Benjamin seine Geschichte der modernen Kunst fort und spricht über die Minimal Art, anhand von Beispielen u.a. von Frank Stella und Donald Judd.
In Markus‘ Paläo-Ecke geht es um das Meme der aufblasbaren T-Rex-Kostüme und im Nachklapp um Benjamins Enttäuschung vom aktuellen Andreas-Eschbach-Buch.
Es ist mal wieder Zeit für E&U-#DinoKino, denn kürzlich ist der siebte Film des größten Dinosaurierfilmfranchises erschienen!
Mit seinem Gast Pierre (@adrumschelln) macht Markus einen Sauropodengalopp durch die Jurassic-World-Filmreihe, angefangen mit Jurassic World (2015), gefolgt von Jurassic World: Fallen Kingdom (2018), Jurassic World: Dominion (2022) und schließlich dem aktuellen Jurassic World Rebirth (2025). Die menschlichen Storylines lassen sie dabei weitgehend links liegen und konzentrieren sich auf den Dinocontent, analysieren die Darstellung der Raptoren sowie der Hybriden im Kontext anderer Monsterfilme, verfolgen die alternative Timeline des „Neo-Jura“, bewundern die Sense-of-Wonder-Szenen und stellen sich schließlich die Frage, was einen guten Dinosaurierfilm ausmacht.